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30 05 2017

Niederlagen steuern Neuanfänge an

2017-05-30T10:15:21+00:00

Weltcup Novemesto und Albstadt

 

 

 

Die Internationale MTB-Saison wurde mit den letzten beiden Weltcup-Rennen in Tschechien und Deutschland eröffnet.

An den Vorbereitungsrennen auf nationaler Ebene hatte ich zum Teil gute Ansätze für erfolgreiche Ergebnisse, wie zum Beispiel die zwei siebten Plätze an den HC Rennen Haiming und Heubach. Komplette Zufriedenheit war jedoch nie da und genau deswegen war ich stets  auf der Suche nach Optimierungen. Einiges habe ich versucht, doch diese Finessen brachten mich kurzfristig nicht weiter. Die Spirale dreht sich, das Selbstvertrauen schwindet.

Mit vielen Fragezeichen, aber trotzdem optimistisch, ging ich die ersten Weltcuprennen an. Ein 31. Rang in Tschechien und ein aufgegebenes Rennen in Deutschland entsprichen nicht meinen Vorstellungen, sprich Erwartungen. Trotz allem muss ich sagen: das Niveau in der Kategorie U23 erhöht sich laufend. Die Leistungsdichte ist enorm!

Wie weiter?

In den letzten Tagen habe ich mit meinem Trainer und dem ganzen Umfeld nach Lösungen gesucht. Ich werde mir eine einwöchige Auszeit gönnen und danach voll motiviert in den Trainingsalltag zurückkehren. Es folgt ein kompletter Neuaufbau. Die CH-Rennen des Profix Swiss Bike Cup und Argovia Cup werde ich als spezifisch harte Trainingseinheiten nutzen. Die Resultate spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Ob ich den Weltcup in Andorra (01.07.2017) bestreiten werde, entscheide ich kurzfristig. Hartes Brot, aber ich stelle mich den Tatsachen!

Ich danke all meinen Freunden und Fans, der Familie, dem Team und Trainer. Sie motivieren mich unermüdlich und glauben an mich – ein gutes Gefühl!

Euer Mänu Manuel Fasnacht

30 05 2017

Ein Tag zum Vergessen

2017-05-30T10:09:55+00:00

06. Mai 2017 Profix Swiss Bike Cup – Solothurn (C1)

 

Vergangenen Samstag startete ich am dritten Lauf des Profix Swiss Bike Cup in Solothurn. Wie üblich, ist Solothurn ein sehr spezielles Rennen.  Der grosse Anteil an Asphalt macht es zu einem halben Strassenrennen. Dadurch wird während des Rennens oft gelauert – auch gutes taktisches Verhalten ist gefragt.

Kurz vor unserem Start begann es stark zu regnen. Die Strecke wurde sehr rutschig und schlammig. Also nicht gerade meine Lieblingsbedingungen. Ich kam am Start gut aus dem Schanzengraben und konnte mich im vorderen Teil des Feldes einreihen. Als die erste Engpassage kam, war ich etwas zu wenig frech und liess vielen Fahrern den Vortritt – so musste ich im einzigen Anstieg, welcher auf diesem Kurs vorhanden ist, mal richtig Gas geben. Den Anschluss an die Spitzenfahrer musste wieder hergestellt werden! Dies gelang mir sehr gut und war in der Spitzengruppe mit dabei. Leider wurde in den Flachpassagen immer wieder gelauert und deshalb schlossen die hinteren Fahrer wieder auf.

Ich begann schon am Anfang des Rennens stark zu frieren – es wurde für mich sehr hart. Stürze, Plattfuss und diese sehr kalten Bedingungen machten es zu einem Tag zum Vergessen. Vor meinem Pneudefekt war ein Podestplatz noch in Reichweite. Als ich immer mehr zu frieren und sehr stark zu zittern begann, musste ich leider das Rennen 1,5 Runden vor Schluss aufgeben. Dies ist zwar enttäuschend, aber ich möchte diesen Tag gleich abhaken.

Es ist schon über zwei Jahre her, als ich ein Rennen aufgeben musste, dies übrigens auch in Solothurn. Nun liegt es an mir wieder nach vorne zu schauen, die nicht optimalen Facts zu verbessern, denn danach beginnen endlich die wichtigen Rennen – nämlich die Weltcups.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

23 05 2017

Erneuter 7. Platz an HC Rennen

2017-05-23T09:05:20+00:00

30. April 2017 Bundesliga – Heubach (HC)

 

Dieses Wochenende machte ich einen Abstecher nach Deutschland. Ich startete am HC dotierten Bundesliga-Rennen in Heubach. Das Ziel: Rennhärte sammeln im Hinblick auf die weitere Phase der Saison.

Die Strecke in Heubach ist etwas speziell, ein sehr langer Aufstieg und eine lange Abfahrt – dies ist nicht gerade typisch für ein Cross Country Rennen. Dennoch war ich gespannt auf meine Leistung auf einem solchen Kurs. Der Start war etwas verhalten, doch ich kam gut nach vorne und konnte mich bald unter den ersten zehn Fahrern platzieren. Konstant fuhr ich mit starken U23-Cracks mit und konnte diese Position halten. Bei Rennhälfte lag ich weniger als eine  Minute hinter der Spitze. Momentan gelingt es mir aber nicht wirklich, über den „Wohlfühlbereich“ hinauszugehen und darum blieb auch mein erwünschter Exploit nach vorne aus. Momentan fehlt immer ein kleines bisschen, um mit den Spitzenfahrern mithalten zu können. Das Ziel erreichte ich schlussendlich als guter Siebter.

Es sind gute Leistungen, welche ich momentan abrufen kann – und ich arbeite weiter hart an mir um die Lücke zu den Top-Leuten zu schließen. Es liegt nun an kleinen Details. Das nächste Rennen findet nächsten Samstag in Solothurn statt. Im Rahmen der Bikedays wird hier der dritte Lauf des Swiss Bike Cup ausgetragen.

Sportliche Grüsse

 

Euer Mänu Manuel Fasnacht

25 04 2017

Starkes Feld in Haiming – Platz 7!

2017-04-28T07:43:59+00:00

23. April 2017 Profix Swiss Bike Cup – Haiming (HC)

 

Die zweite Rennen des Profix Swiss Bike Cup fand in Haiming statt. Es ist das erste Mal, dass ein Swiss Cup Rennen im Ausland ausgetragen wurde. Haiming liegt im Ötztal, Österreich. Die Strecke kannte ich bereits von 2015, da ich dort das Ötztaler Bike Festival bestritt.

Die Strecke in Haiming ist technisch anspruchsvoll, verlangt Fahrer und Material einiges ab. Im Terrain gibt es viele Wurzeln, zudem auch Richtungswechsel und kurze, steile Ansteige. Deshalb war die Strecke perfekt für das Wheeler Falcon Bike.

Der Start ins Rennen gelang mir gut, ich kam ohne Stau durch die ersten Engpassagen. Nach der ersten Runde lag ich auf Platz 11. Danach versuchte ich meinen eigenen konstanten Rhythmus zu fahren. Ich wusste, dass ich nicht ganz ans Limit kann, da es sehr kalt war. Die Temperaturen waren am Morgen nur leicht über dem Gefrierpunkt und bei solch tiefen Temperaturen fällt es mir schwer, die volle Luft in die Lunge zu bringen. Deshalb hatte ich während des Rennens auch das Gefühl, dass ich nie richtig ans Limit konnte. Trotzdem fuhr ich bis auf Platz 7 nach vorne und beendete das Rennen als zweitbester Schweizer. Das Rennen, mit UCI Status HC, war international stark besetzt mit vielen Weltcup Top Fahrern.

Mit der abgerufenen Leistung bin ich mehrheitlich zufrieden. Ich weiss aber auch, dass mein Potenzial noch grösser ist – ich hoffe, mich bis zum Weltcup Start in vier Wochen noch etwas steigern zu können. Nächste Woche starte ich bereits am nächsten HC Rennen in Heubach, Deutschland. Dort ist erneut ein starkes, Weltcup-ähnliches Feld zu erwarten.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

20 04 2017

Multi-File Bereichsanalyse: Vergleich Asphaltaufsteig Rennen Rivera

2017-04-28T07:43:59+00:00

Am 09. April 2017 fand in Rivera der Profix Swiss Bike Cup statt. Ich startete in der Kategorie U23 und es galt, fünf Runden zu absolvieren. Die Rennstrecke beinhaltete einen längeren Asphalt-Aufstieg, welchen wir fünf Mal erklimmen mussten. Diesen Abschnitt der Rennstrecke habe ich etwas genauer analysiert. Aus der untenstehenden Datenaufzeichnung habe ich genau diesen Anstieg rausgeschnitten und alle Runden übereinander gelegt. Zu bemerken ist, dass wir beim Startaufstieg in der ersten Runde nicht den kompletten Anstieg fuhren. Gestartet wurde rund 30 Meter höher als der genannte Anstieg.

Da auf den Anstieg gleich die erste Engpassage folgte, fiel der Start extrem schnell aus. Ich befuhr den Anstieg in 58 Sekunden mit 626w (9.8w/kg) und fuhr als ungefähr Zehnter in die erste Abfahrt. Dieser Effort entsprach fast 200% meiner Funktionsleitungsschwelle*. Nachdem ich mich im Lauf der Runde nach vorne arbeitete, kam ich als Dritter in die zweite Runde und machte mich gemeinsam mit dem Neuseeländer Jack Compton in den Anstieg. Wir gaben alles, um die zwei vor uns liegenden Fahrer einzuholen. In 1min 31sek haben wir den Anstieg bewältigt mit einer Avg-Power** von 397w (6.2w/kg). Meine maximale Herzfrequenz betrug hier 191. In der dritten Runde konnte ich mich nochmals ans Hinterrad von Compton heften. Wir erklommen den Anstieg 3sek langsamer als in der Runde zuvor. Erneut erreichte ich den max. Puls von 191. In der dritten Runde verlor ich leider den Anschluss an Compton und musste danach meinen eigenen Rhythmus finden. Den Aufstieg fuhr ich alleine deutlich langsamer. Ich brauchte 1min 46sek und fuhr mit 335w. Dies ist nur leicht über meiner FTP. Also in einem Bereich, bei welchem sich mein Körper wohl kurz erholen konnte. Um in der fünften und somit letzten Runde meinen vierten Rang zu verteidigen, musste ich alles geben. In Runde fünf konnte ich den Aufstieg erneut in derselben Geschwindigkeit wie zwei Runden zuvor bestreiten

*Funktionsleistungsschwelle (FTP = Functional Threshold Power) ist die höchste Leistung, die ein Fahrer eine Stunde lang durchgängig halten kann.

**Durchschnittsleistung

Ausschnitt aus Trainingpeaks (Analyse Software) mit grafischer Darstellung
12 04 2017

Solider Saisonstart in der Schweiz

2017-04-28T07:43:59+00:00

9. April 2017 Profix Swiss Bike Cup – Rivera (C1)

Vergangenes Wochenende wurde die Cross Country Saison auch in der Schweiz eröffnet. Da ich im UCI World Ranking momentan der beste Schweizer U23 Fahrer, bin durfte ich mit der Nummer 1 ins Rennen. Die Strecke in Rivera macht mir Spass zum Fahren, ist aber von ihrer Charakteristik nicht gut auf mich zugeschnitten: nur wenige Höhenmeter, vieles Kurven und ruppiges Gelände.
Der Start gelang mir mittelmässig, und ich kam nicht wie gewünscht zur ersten Engpassage. Danach kam ich jedoch sehr schnell wieder nach vorne auf Rang drei. Dies ist eine postive Erkenntnis aus diesem Rennen. Der Lokalmatador, Filippo Colombo, sowie Albin Vital konnten sich jeodch schon entscheidend absetzten. Mit dem Neuseeländer Jack Compton veruschte ich zwar, mit einer hohen Pace, die vordereren Fahrer aufzuholen. Ab Rennhälfte war mir dieses Tempo aber zu schnell und ich musste meinen eigenen Rhythmus gehen. Das Tempo konnte ich bis zum Schluss aufrecht erhalten und erreichte somit das Ziel als guter Vierter.
Mit dem Resultat bin ich zufrieden aber ich weiss, dass auch noch einiges mehr drin liegt. Im Normalfall brauche ich am Anfang der Saison immer einige Rennen, bis ich mein Top Niveau erreiche. Wenn es dieses Jahr auch so ist  – kommt es ganz gut!
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Renneinsatz am 23. April 2017 in Haming. Dort ist das 2. Rennen des Profix Swiss Bike Cup und wegen dem hohen UCI Status sicherlich auch ein starkes, internationales Feld zu erwarten.

Ich bedanke mich noch beim ganzen Wheeler Pro Team für den super Support auf dem Rennplatz. Die Stimmung im Team war immer gut und dies ist die Grundlage für eine erfolgreiche Saison.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

12 04 2017

Weltklassefeld in Montichiari

2017-04-28T07:43:59+00:00

2. April 2017 Internatzionali d’Italie Series #3 – Monti Chiari (HC)

Letzte Woche verbrachte ich mit einem Teil der U23-Nationalmannschaft einige Trainingstage am Gardasee. Nebst individuellen Trainings absolvierten wir auch das eine oder andere Training in der Gruppe und konnten so möglichst voneinander profitieren. Als Abschluss dieser Trainingstage stand dann das HC Rennen in Montichiari auf dem Programm.

Da es keine U23-Kategorie gab, musste ich bei der Elite starten. Das Feld war riesig – 150 Fahrer aus verschiedenen Nationen. Darunter 12 Fahrer aus der Top 20 der Weltrangliste. Man könnte also schon fast von einem Eliteweltcup sprechen. Die Motivation vor dem Rennen war enorm, in der Hoffnung, eventuell mit einem „grossen“ Namen mitfahren zu können.

Um Position 40 startend, kam ich nicht ganz optimal weg und wurde von mehrfachen Stürzen in der Startphase zurückgespult. Auf einer Strecke, welche nur wenige Überholmöglichkeiten hatte, flogen meine Visionen für ein ansehbares Resultat davon. Dies war aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Ich lancierte eine Aufholjagd, die von Position 84 bis schlussendlich auf Rang 47 führte. Also fand ich mich unter den besten 10 U23-Fahrern wieder.

Klar, das Resultat ist nicht dieses, welches ich mir erhofft habe. Die Rundenzeiten sowie meine Art zu fahren, stimmen mich jedoch positiv. Einiges habe ich gelernt, und nun schaue ich nach vorne. Denn ab jetzt werde ich für den Rest der Saison nur noch in der Kategorie U23 starten und somit kommen hoffentlich auch Resultate, die mir persönlich Freude bereiten.

Diese Woche verbringe ich mit dem Team in der Toscana, danach reisen wir zusammen an den ersten Lauf des Swisscup. Hier darf ich mit der Nummer eins ins Rennen! Darauf freue ich mich jetzt schon sehr.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

18 03 2017

Start in die neue Saison 2017

2017-04-28T07:43:59+00:00

12. März  2017 Internatzionali d’Italia Series – Milano (C1)

Am 12. März fuhr ich das internationale Cross Country Rennen in Milano. Es ging darum, eine erste Standortbestimmung zu erfassen und erste Rennkilometer zu fahren. Bei diesem Wettkampf musste ich in der Kategorie Elite fahren, das Feld war sehr gross. Insgesamt 140 Biker kamen zum Kräftemessen nach Milano.

In den letzten Trainings vor dem Rennen fühlte ich mich stark. Ich war motiviert für ein gutes Resultat, auch wenn dieses Rennen noch keine hohe Priorität hat. Doch plötzlich lief alles gegen mich. Ich habe mir am Freitag vor dem Rennen eine Erkältung eingefangen und weitere Dinge liefen in den letzten zwei Tagen nicht nach Plan. Egal –  ich versuchte, möglichst alles wegzustecken und mein Bestes zu geben. Erstaunlicherweise lief es trotzdem einigermassen gut!

Die Startphase –  an diesem Schwachpunkt habe ich im Winter viel gearbeitet – ist mir geglückt. Das war schon einmal eine sehr positive Erkenntnis. Danach konnte ich im Rennen so um die Position „Top 20/25“ mithalten und war teilweise unter den besten drei U23-Fahrern. Einen Platten in der zweitletzten Runde hat mich etwas zurückgespult. Das Ziel erreichte ich dann als 30igster. Das Resultat ist für mich nur sekundär. Wichtig ist die Erkenntnis: ich bin im Fahrplan. Ich hoffe, im nächsten Rennen etwas mehr Glück zu haben, denn es liegt noch einiges mehr drin.

Die nächste Reise führt mich mit der Nationalmannschaft an den Gardasee für einige Trainingstage, anschliessend fahren wir das HC Rennen in Monitchiari (02.04.17) aus dem Training heraus. Danach reise ich direkt weiter in die Toscana, um dort die Woche mit dem neuen Team zu verbringen und den letzten Schliff für das erste Qualirennen (WM/EM) in Reivera am 09.04.17 zu holen.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

19 02 2017

Erste Rennkilomter in Südafrika

2017-04-28T07:43:59+00:00

10. – 12. Februar 2017 Tankwa Trek – Südafrika (UCI S2)

Die letzten drei Wochen befand ich mich im Trainingslager in Südafrika. Zusammen mit fünf anderen U23 Bikern bereitete ich mich unter optimalen Bedingungen auf die kommende Saison vor.

Ganz spontan kam es am Ende des Trainingslagers zu einem ungeplanten Renneinsatz. In der Nähe von Stellenbosch fand ein Drei-Tages-Etappenrennen mit UCI Status statt. Wenige Tage vor dem Rennen wurde ich von Konny Looser angefragt, ob ich mit ihm dieses Rennen bestreiten will, da sein Partner noch verletzt war. Dieses Etappenrennen musste im Zweier- Team absolviert werden.

Nach Absprache mit meiner Trainerin entschied ich mich dann, diese Herausforderung aus dem Training raus zu fahren. Ich war zwar nach zwei Wochen intensivem Training schon tief in der Ermüdung, um jedoch nochmals richtig harte Reize zu setzen war das Etappenrennen eine gute Gelegenheit. Zudem kommen in Rennen immer spezielle Situationen vor, die man im Training nicht produzieren kann. Unter diesen Umständen und dieser Jahreszeit, welche nicht meinem „Rennmodus“ entsprechen, war das Resultat also sekundär.

Auf dem Programm standen drei Etappen an: 90km mit jeweils 1000 -2000 Höhenmetern. Die Strecken führten oft über lange, flache Abschnitte auf holprigem Untergrund. Oft wurde auch durch Sand gefahren, etwas was ich mir überhaupt nicht gewohnt war. Alle Athleten schliefen im Zelt und der Startschuss war jeweils früh um 06:30 Uhr, damit wir nicht in der Hitze fahren mussten.

Eine ganz andere Atmosphäre also als die, die ich von den Rennen in Europa her kenne. Das Feld war mit Top Marathon-Fahrern besetzt. Sie nutzten dies als Hauptprobe für das Cape Epic Mitte März.

Die erste Etappe war für mich in der ersten Phase sehr intensiv. Ich hatte noch keine Rennhärte und was sehr überrascht, wie die Post am Anfang eines vierstündigen Rennens abgeht. Doch ich kam immer besser in Fahrt und das Ziel erreichten wir als Zehntplatzierte. Am zweiten Tag war dann die Königsetappe mit einem langen Anstieg. Es lief uns dort schon einiges besser, und wir konnten lange mit der Spitzengruppe mithalten. Das Ziel erreichten wir als achtes Team. Die letzte Etappe, am dritten Tag, hatte kaum Höhenmeter. Zum Teil wurde taktisch gefahren und in den Trails wurde dann das Tempo wieder hochgeschraubt – na ja weil alle vorne sein wollten! Das Ziel erreichten wir als Siebte und auch im Schlussklassement behielten wir diesen Rang.

Dieser Anlass war für mich eine mega coole Erfahrung und eine super Sache für das Training. Die erste Rennhärte habe ich gesammelt – als Bonus gab es noch einige UCI Punkte, die nehme ich natürlich gerne. Zudem war es auch ein super Test für das neue Material. Dieser fiel ebenso sehr positiv aus. Ich mit meinem Wheeler Falcon und Konny mit dem Bixs Bike waren einige der wenigen Teams ohne Defekte. Diese Strecken verlangten dem Material alles ab.

Ich danke Konny für diese einmalige Chance sowie auch dem Wheeler Pro Team/Intercycle, welches unser „Projekt“ unterstütze.

Euer Mänu Manuel Fasnacht

26 09 2016

Eine gigantische Woche im Wallis

2017-04-28T07:43:59+00:00

12. – 17. September 2016 Swiss Epic – Zermatt, Leukerbad, Verbier (SHC)

Letzte Woche bestritt ich zusammen mit Enea Vetsch das Swiss Epic. Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, wie anfangen – es gibt so viel Erlebtes zu erzählen. In Erinnerung bleibt ein fantastisches Abenteuer.

Das Swiss Epic sei hier kurz erklärt: PERSKINDOL SWISS EPIC bedeutet 6 Tage pures Biken auf feinsten Single Trails, umgeben von einer grandiosen Alpenkulisse. In fünf Etappen fahren Mountainbiker im Zweierteam durch mehr als 50 Walliser Gemeinden – von Zermatt über Leukerbad bis Verbier. Die Rennstrecke in abwechslungsreichem, alpinem Gelände führt mal durch urige, traditionelle Bergdörfer, goldene Arvenwälder, mal durch typische Rebberg Terrassen und historischen Suonen (Wasserleitungen) entlang. Im Bann zahlreicher Viertausender und imposanter Gletscher versprechen endlose Flowtrails den Teilnehmern einen regelrechten Trailrausch. PERSKINDOL SWISS EPIC, ist ein unvergessliches Mountainbike-Erlebnis, Swissness inklusive.

Hier meine persönlichen Erlebnisse zu den jeweiligen Renntagen:

Montag, Prolog:

Der Start war auf dem Rothorn, das Ziel in Zermatt, d.h. mehrheitlich Abfahrten. Unser Ziel war es, schnell aber auch ohne Defekte und Stürze ins Ziel zu kommen. Wir erreichten den 10. Platz am Prolog.

Dienstag, 1. Etappe:

Heute stand eine lange Etappe auf dem Programm. 95 km und 2900 hm führten uns von Zermatt nach Leukerbad. Am Anfang kamen wir gut mit der Spitzengruppe mit. Leider hatte ich dann einen Hinterraddefekt, welcher uns viel Zeit kostete. So mussten wir die ganze Etappe alleine, ohne Gruppe fahren. Schade, das hat uns im Gesamtklassement zurückgeworfen.

Mittwoch, 2. Etappe:

Am Mittwoch stand ein Zeitfahren auf dem Programm. Wir starteten auf der Rinderhütte und fuhren einen langen Trail runter und danach wieder hoch nach Leukerbad. Vom Anfang bis zum Schluss hatten wir einen guten Rhythmus. Es reichte für die elftbeste Zeit.

Donnerstag, 3. Etappe:

Köngisetappe von Leukerbad nach Verbier mit 95 km und 3000 hm. Bis Kilometer 60 konnten wir mit der Spitzengruppe mithalten, danach fuhren wir den sehr langen Anstieg mit der Verfolgergruppe. Es gelang uns heute, gute Teams zu schlagen und im Gesamtklassement arbeiteten wir uns langsam aber sicher nach vorne.

Freitag, 4. Etappe:

Am zweitletzten Tag galt es, eine 68 km lange Schlaufe rund um Verbier zu absolvieren. Beim ersten Anstieg kamen wir gut mit. Danach hatte mein Partner an einem langen Aufstieg Magenkrämpfe. Das heisst, als Team mit eingeschränktem Tempo fahren. Schade, wir waren in der Gruppe um Platz 6. Das Ziel erreichten wir auf dem 12. Platz. Glücklicherweise erholte sich Enea rasch.

Samstag, 5 Etappe:

Ein kurze, aber intensive Etappe, erneut rund um Verbier. Da wir im Gesamtklassement auf Platz 12 lagen mit 15 Minuten Rückstand auf Platz 11 hiess unsere Devise: Volles Risiko – gegen hinten hatten wir nichts zu verlieren! Wir gingen das horrende Tempo der besten Fahrer mit und nahmen es in Kauf, dass uns die Luft buchstäblich ausgehen könnte. Irgendetwas hat uns Flügel verleiht, und wir konnten mit der Gruppe, welche um Platz 4 kämpfte, problemlos mithalten. 10 km vor Ziel verschärften wir das Tempo und niemand konnte uns folgen. Überglücklich erreichten wir das Ziel auf Platz 4 und durften heute sogar aufs Podest, da wir uns unter die TOP 5 vorgearbeitet hatten. Wir waren sogar so schnell, dass wir auf die Elftplatzierten so viel Zeit gutmachten, dass uns nur noch gerade sechs Sekunden!!! von diesem Platz im Gesamtklassement trennten. Der Samstag war also sicher das Highlight des Swiss Epic.

Ich danke allen Personen, die dieses Abendteuer ermöglicht haben. Enea Vetsch, der mit mir sechs harte Tage durchgebissen hat. Dem Fischer BMC Team für die Organisation und dass ich mit einem ihrer Fahrer das Rennen bestreiten durfte. Roland Fischer, welcher er mir mein Bike extra für das Swiss Epic aufgerüstet hat und meinen Eltern, die an zwei Tagen den langen Weg ins Wallis auf sich nahmen um Hilfe zu leisten.

Sportliche Grüsse

Euer Mänu Manuel Fasnacht

PS. Dies war mein letztes Rennen dieser Saison und…wie gesagt….ein unvergessliches Abenteuer