Das WHEElER Pro Team löst sich per Ende Jahr auf

 

Direkt nach dem Rennen in Gränichen fand ein Meeting des ganzen Wheeler-Teams statt – mit leider unerfreulichen Informationen für uns Fahrer. Bedauerlicherweise gibt es für das WHEELER Pro-Team im Jahr 2019 keine Zukunft! Das von der intercycle AG gesponserte Team löst sich per Ende Jahr auf. Diese Mitteilung war für mich als Fahrer sehr überraschend. Im gleichen Zug bin ich froh, dass wir so früh informiert wurden. Somit bleibt genügend Zeit, um sich Zukunftsgedanken zu machen sowie auch verschiedene Optionen zu prüfen.

Nachdem ich im erschwerten Jahr 2017 die zweite Saisonhälfte ausgelassen habe und mit einem neuen Coach praktisch von null auf einen Neustart gewagt habe, ist mir dieses Jahr der Anschluss an ein Top-Level in der Elite-Kategorie gelungen. Ein Fakt, der aus meiner Sicht an Aussergewöhnlichkeit grenzt. Die Zusammenarbeit mit meinem Coach, Volker Maier, ist sehr eng. Dieses eine Jahr mit ihm hat mich leistungsmässig um einiges weitergebracht. Unser Ziel ist es aber auch etwas aufzubauen, das auf nachhaltigem Erfolg beruht. Zusammen mit ihm und den jetzigen Infrastrukturen des Teams, hätte ich mir in den nächsten Jahren Vieles zugetraut – Potential ist nach wie vor vorhanden.

Mit der Auflösung des Teams stehe ich nun jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Ich hatte in diesem Team die Möglichkeit, meinen Sport zu 100% professionell auszuüben während der letzten beiden Jahren. Ob ich eine Lösung finden werde ab 2019, die in erster Linie für mich stimmen sollte, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Die Zukunft im Moutainbiking sieht für einen jungen Sportler, insbesondere was die Finanzen anbelangt, nicht sehr gut aus. Ich liebe den ganzen Lifestyle, die dieser Sport mit sich bringt. Aber ich bin dennoch nicht bereit, jeden Preis dafür zu bezahlen. Möglicherweise bin ich nicht der einzige Athlet, der mit diesem Problem zu kämpfen hat. Jahr für Jahr lösen sich mehr Teams auf – ich frage mich schon, wohin dieser Aspekt den gesamten Radsport führen wird. Auch als martketingtechnischer Sicht finde ich es falsch, bei den Teams Abstriche zu machen. Wir Fahrer vertreten den Sport und die Marke gegen aussen und sind Vorbilder für den Nachwuchs. Ein Gesichtspunkt, der für den Sport bzw. auch für den Absatz im Fahrradhandel sehr wichtig ist.

Nichtsdestotrotz ändert sich nichts an meiner aktuellen Befindlichkeit: Ich bin zurzeit sehr motiviert und dem Leben gegenüber positiv gestimmt. Daran wird auch die angekündigte Teamauflösung nichts ändern. Wichtig ist die Einstellung und die Betrachtungsweise, wie beim ganzen Leben. Ich werde bis Ende dieser Saison all meine Pläne verfolgen sowie motiviert und ehrgeizig weitermachen. Die kommenden Wochen und Monate werde ich aber auch nützen, um verschiede Optionen zu prüfen und zu checken, auf welche Art und Weise es in meinen Sport auf professionellem Niveau weitergehen kann.

Ich danke an dieser Stelle auch schon mal dem ganzen Team. Ende Saison werde ich auf zwei tolle Jahre zurückblicken können. Eine Zeit, in der sich insbesondere auch der Teamgeist sehr positiv entwickelt hat. Viele schöne Momente werden für immer in Erinnerung bleiben! Merci!

 

 

 

2018-06-07T13:38:10+00:00

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